LONDON: Gabriela

Ich sah Gabriela und dachte mir nur “Das muss ein Model sein!”
Als ich sie ansprach war ich überrascht zu hören, dass sie keins ist.
Kann sie bitte jemand entdecken?
When I saw Gabriela my only thought was “She MUST be a model!”
But when I talked to her I was surprised to hear that she isn’t.
Can someone please discover her?

LONDON: Viktoria Modesta

Ich ahnte ja nicht, in wen ich da reingelaufen bin, als ich das Foto von ihr machte:

Darf ich vorstellen? Viktoria Modesta, Sängerin/Songwriterin/Cover-Model.
Mehr zu ihr und ihrer Musik auf www.viktoriamodesta.com
I had no idea who she was while I was taking her photo:
May I introduce you to Viktoria Modesta? She’s a singer/songwriter/cover-model.
More about her and her music on www.viktoriamodesta.com

Encounters: Die spinnen, die Londoner

… denke ich zumindest, als ich am Montagmorgen die ersten paar Menschen an der Oxford Street zur Arbeit gehen sehe. pawauw.com Es ist ein kühler Morgen, ab und zu fallen einem ein paar Regentropfen auf den Kopf – nichts Aussergewöhnliches für diese Stadt. Was mich dafür viel mehr überrascht: Die Dame im luftigen Sommerkleidchen und den klobigen Nike-Sneakers neben mir in der U-Bahn.

Ich will sie am liebsten an ihren blassen Schultern packen, einmal durchschütteln und sie fragen „You MUST BE freeeeezing!“. Aber dazu kommt es natürlich nicht. Denn nach ihr folgten noch einige solche aussentemperatur-unabhängige Outfits, bei denen meine Freundin und ich nur staunen konnten.
In einem Video der New York Times von Bill Cunningham meinte der ü80-jährige Streetstyle-Fotograf kürzlich: «I think, fashion has become so predictable […], that it’s time to invite the art world in for collaboration.» (Ich glaube, Mode ist so voraussehbar geworden, dass es Zeit wird, die Kunst(welt) zu miteinzubeziehen.) Und das ist genau das, was die Londoner schon seit längerem machen. So muss es wohl in einer Welt aussehen, in der die Mode zur Kunstform wird, und jeder anzieht, was er will - ganz egal, was alle anderen um einen herum denken. Der Selbstinszenierung sind keine Grenzen mehr gesetzt, und die Strassen, die Subway Stationen und die Parks werden zu Museen, die Kleiderläden zu Kunstsammlungen und die Menschen zu Künstlern mit den Kunstwerken am eigenen Leib.
Eins dieser Kunstwerk ist mir bis heute noch präsent: Ein Herr trägt pinke Gummistiefel, kombiniert zu einer eleganten gelben Hose mit einem blau-weissen Karo-Hemd und schicker Brille. Er will sich nicht fotografieren lassen – «I’m in a hurry!». Aber auffallen tut er nicht. Es interessiert keinen wie du hier rumläufst.
Komplimente überraschen sie aber: Darauf angesprochen, wie toll ich ihr Outfit finde, reagiert Kristina total süss: «Oh really? You want to shoot me in THESE SHOES? You’re SO cute!»
Allgemein sind alle irgendwie gut drauf, mit sich im Reinen, und sehen dabei total hip aus. Die Auswahl an ausgefallen gekleideten Leuten ist enorm. Ich bin im Paradies!
Aber vom Paradies komme ich mit der Rolltreppe bei Topshop nicht nur in die Damenabteilung, sondern damit auch gleich in die Shopping-Hölle: Ich scheitere tatsächlich daran, in der Menge von all den speziellen Schnitten, Mustern und Farbkombinationen etwas Tragbares zu finden.
Total frustriert und am Ende verlasse ich den dreistöckigen Laden mit einem kleinen, grauen Stirnband. Nicht einfach ein gewöhnliches Stirnband, sondern eins mit eingestrickter Schleife und glitzernden Elementen in der Wolle. Passend zum windigen Wetter. Und passend zu den Londonern. Darum behalte ich es auch gleich an für die Bootsparty, an der wir am Abend eingeladen sind. So etwas geht nur in London.
Eigentlich schade - denke ich mir dabei. Warum soll nicht jeder das anziehen können, was er oder sie gerade will, worauf man eben gerade Lust hat? Sind wir Schweizer zu bieder dafür? Haben wir tatsächlich so sehr Angst vor der Meinung der anderen Leute?
Ich weiss nur Eines: In gut zweieinhalb Wochen toben sich die Zürcher mode-mässig endlich wieder einmal richtig aus. Immerhin für einen Tag. Denn am 11. August ist Streetparade.

LONDON: Andria


Andria Aletrari ist PR Consultant, Stylistin, Bloggerin, Freelance Mode-Journalistin und Inhaberin des Vintage-Online-Shops www.retrodose.co.uk
Sie beschreibt sich selbst auf ihrem Blog «Andrias Dose» so:
Ich bin ein Fashion Junky, eine Vintage-Süchtige, und im galube an das Sprichwort “Mode kann man kaufen aber Stil muss man besitzen.” Ich sehe Kunst und Mode in jedem kleinen Detail, das mit gutem Geschmack gefertigt wurde, und bin eine Liebhaberin von zusammengemischten Dingen. Ich wusste schon immer, dass alles was ich jemals tun will, Mode ist. Mode ist der Grund für meine Existenz. Als Hobby, als Job, als Interessengebiet - alles - für die Mode.

Andria Aletrari is a PR Consultant, Stylist, Blogger, freelance Fashion Journalist and Owner of www.retrodose.co.uk.

She describes herself on her Blog «Andrias Dose» like this:

A fashion junky, a vintage addict and a savvy believer that ”fashion can be bought but style one must possess”. Seeing art and fashion in every single thing that is made of good taste, genuine lover of mix n’ match. Always knew that all I wanted to do is fashion - it’s the reason of my existence. Hobby, job, interest - everything -fashion.